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Die kurz gefasste Geschichte der Stadt

Unser beliebter Balaton, auch „das ungarische Meer“ genannt kann aus mehreren Richtungen erreicht werden. Wer aus Richtung Budapest kommt, kann das einzigartige Panorama genießen, das sich vom „Hohen Ufer“ (Magas part) in Akarattya und in Kenese bietet.

Am „östlichen Tor des Balatons“ (Balaton Keleti Kapuja) werden die Besucher schon seit Tausend Jahren mit diesem Panorama empfangen. Diese uralte Siedlung ist als Stadt sowohl alt, als auch neu. Das Leben der seit zehn Jahrhunderten hier wohnenden Einheimischen wird nach wie vor vom Wasser, das reich an Fisch ist, von den in der Nähe liegenden Weinbergen und von den Strömungen der Geschichte geprägt.

Die Geschichte der  Siedlung wurde im 11. Jahrhundert als Besitz des Frauenklosters vom Veszprémtal (Veszprémvölgy)zunächst geschrieben, aber im Jahre  1532 war hier auch die Landesversammlung. Die zur befestigten Landstadt ernannte Siedlung hat ihre erste Glanzepoche dem Reformzeitalter zu verdanken, der Ausbau der Bahnlinie, die mit dem Namen von István Széchenyi –verbundene Dampfschifffahrt, der hier verbrachte Urlaub von Politikern und den Vertretern der literarischen Szene trugen ja dazu bei, dass das Interesse an der Siedlung gestiegen ist. 

Die Bade- und Seglervereine fanden den Ort überall um den See ideal, auch Kenese aus der Zeit der Arpaden und in Akarattya, das erst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts populär wurde.

Der Weltkrieg und die gesellschaftlichen Veränderungen in den 50er Jahren führten zum bedeutenden Anstieg der Einwohnerzahl  in beiden Siedlungen, die sich später verwaltungsmäßig vereinigt haben. Dieser Veränderung ist es zu verdanke, dass die Siedlung, die reich an Naturwerten und Kunstdenkmälern ist, zur Stadt ernannt wurde.

Die Menschen von heute haben mehr Möglichkeiten und höhere Ansprüche. Sie sehnen sich nach der Schönheit, der Einzigartigkeit, der Ruhe und Erholung. Balatonkenese und die anliegende Balatonakarattya, die sich 12 Kilometer lang das Balatonufer entlang erstrecken, bieten Gelegenheit dazu. Hier kann man nicht nur Energie tanken, sondern auch einen Aktivurlaub machen.

Die Liebhaber der Wanderung können auf dem bereits vorgestellten Soós-Berg, am Hohen Ufer vom Aussichtsturm das unvergessliche Panorama genießen, hier können sie ihre Erlebnisse gleich vervielfachen: Der Berg ist nämlich ein Naturschutzgebiet, hier wächst das seltene Tátorján-Meerkohl (Crambe tataria). Der Obelisk wurde Lajos Soós gesetzt, er dient schon von Weitem als Kompass. Die Tartaren- oder Türkenlöcher in der Lösswand erfreuen diejenigen, die die Geschichte, die Ornithologie oder die besonderen Sportaktivitäten mögen.

Im Rákóczy Park, auf der Grünanlage von Akarattya bieten sich angenehme Programme. Von einem aussichtsturm kann man hier den Balaton bewundern, der in der Region für einzigartig gehaltene Bahntunnel ist ein beliebtes Thema der (Hobby)Fotografen. Die Vorstellungen der Rundbühne laden die Gäste zu kulturellen Veranstaltungen, der Freiluftsportplatz die Aktivsportler zur Bewegung ein. Hier können Sie die Ulme finden, die mehr als seit vier Jahrhunderten hier steht, und unter der sich laut der Volksüberlieferung der Fürst Ferenc Rákóczi auch erholt hat. Der Methusalem-Baum ist zum Teil vertrocknet, trotzdem ist er der berühmteste Baum des Balaton-Oberlandes, der auch unter Schutz steht. Mit seinen Wurzeln nährt er bereits eine andere Ulme, wie ein Übergang von  der Vergangenheit in die Gegenwart. Dieses Gebiet war im 16. Jahrhundert aus Schauplatz der Landesversammlung.

Unsere Stadt strebt an, sowohl den Erwachsenen als auch den Kindern geistige-kulturelle Erlebnisse zu bieten, Sie können sich mit der Gastronomie und den feinen Weinen auf dem Letscho-Festival und auf der Veranstaltungsreihe von Geschmäcken, Weinen und Legenden vertraut machen, die Kinder können ihre Geschicklichkeit in der Spielburg „Tátorján“ entwickeln. 

Im Tourismusbüro erhalten Sie nähere Informationen, Stadtkarten, Ausgaben in der Táncsics M. Str. 24 bzw. unter der Telefonnummer 88/594-645.

Anno…

Die Gegend wurde bereits von den Illyriern, Kelten und Römern bewohnt, sie haben die Weinkultur auf dem mediterranen Gebiet gegründet. Der Badeort entstand teilweise anstelle des einstigen mittelalterlichen Dorfes (Kenese), teilweise durch die Grundstücksteilung im 20. Jahrhundert (Akarattya), obwohl Akarattya bereits in der Zeit der Arpaden unter dem Namen Terra Akaratia bekannt war.

Schriftlich wurde Kenese zuerst in der in grichischer sprache verfassten Gründungsurkunde des Frauenklosters vom Veszprémvölgy im Jahre 990 erwähnt, damals noch ohne dem Vorderglied „Balaton“, der Name Balatonkenese wurde erst nach dem Bau der Bahnlinie am Nordufer verbreitet.

In der Grundungsurkunde steht „Knisa“ für Kenese, das Wort slawischen Ursprungs bedeutet Fürst.

In der Tausend Jahre alten Siedlung haben die Archäologen die Spuren mehrerer, aufeinander basierender Kulturen entdeckt, einen Teil  der Befunde können Sie im Museum von Veszprém besichtigen.

Kenese wurde im Mittelalter von privilegierten Fischern, Jägern und dienern des Königs bewohnt. 

Über schwierige Zeiten in der Geschichte zeugen die sogenannten Tartaren oder Türkenlöcher, die zum Wohnen in die Lösswand des Hohen Ufers gegraben wurden.  Die Tataren könnten nämlich im Winter  1241-42 die zugefrorene Donau überqueren und plünderten unterwegs alle Dörfer, töteten die Dorfbewohner. Die benachbarten Siedlungen Máma, Sándor, Csittény wurden auch geplündert, deren Einwohner konnten aber fliehen. Laut Legende wurden die Löcher damals in die Lösswand gegraben, um Schutz vor den Tataren zu bieten. Diese Höhlen können heute auch besichtigt werden.

Auch später erwiesen sich die Löcher als nützlich, Getreide oder Geräte zum Fischen wurde darin gelagert. die Touristen, die ihren Urlaub in Kenese verbringen, sollten die Höhlen unbedingt besichtigen, sie sind eine Station auf dem Wanderweg bzw. dem Lehrpfad „Tátorján“.

Kenese war früher auch zur befestigten Landesstadt ernannt, deshalb hatte es nach den Angaben im Archiv schon im 15. Jahrhundert ein Siegel, dessen Muster und Farben auch in unseren heutigen Wahrzeichen zu finden sind.

Die Siedlung kam im Jahre 1532 wiederrum in den Vordergrund: Der ungarische Adel hielt nach der verlorenen Schlacht in Mohács hier die Landesverstammlung ab, um zu entscheiden, von welchem König das Land gegen die türkische Expansion Hilfeleistung erhoffen kann. Die Landesversammlung wurde von  Tamás Nádasdy geleitet und dauerte drei Tage lang. Wegen der Treue zu den gegnerischen Königen nahm an der Landesversammlung nur ein Teil des Adels teil, d.h. 73 hohe Adeligen und deren Begleitung, sowie der Bote vom Kaiser  Karl V.der Bote des Papstes. Leider fokussierten die Anwesenden nicht auf die zu lösenden Aufgaben, sondern begannen miteinander zu wetteifern, es gab Zank, Geplänkel und Parteisucht.

Über die Ulme in Akarattya gibt es eine Geschichte, wonach die Landesversammlung  gerade unter diesem Baum gehalten wurde, wobei die Teilnehmer im Sattel blieben.

In der Tat kennt man den genauen Ort nicht, aber im Garten der reformierten Kirche steht zur Erinnerung an die Versammlung der Adeligen ein schönes Speerholz.  

Nach der anderen Legende zur Ulme hat mit dem Fürsten Rákóczi zu tun. Die Gegend ist unbedingt einen gemütlichen Spaziergang wert, aber davor können  Sie sich mit beiden vorhin erwähnten Geschichten im Kapitel über die Naturschönheiten vertraut machen.

Die Kurutzen waren während ihrer Kämpfe in Transdanubien öfter in der Siedlung. Der treue Brigadier von Rákóczi, Ádám Béri Balogh siegte mit seiner Truppe im Februar  1707 auf der nahegelegenen Wiese namens Hosszú-mező gegen die Truppen des Kaisers Rabutin. An der Außenwand des Rathauses und des Ferienheimes der Bundeswehr gibt es Schilder über ihn zur Erinnerung.

In dem Reformzeitalter wurden die Siedlungen am Balaton immer bekannter. Zum Glück hat auch Kenese erhebliche Fortschritte gemacht: Dank des Ausbaus der Bahnlinie konnten die Urlauber die Siedlung besuchen. Ab dem Jahr  1846 stand den Urlaubern der Wasserweg auch zur Verfügung, der Dampfer „Kisfaludy“, den István  Széchenyi  bauen ließ, fuhr nämlich auch. Széchenyi stand am Bord, als der Dampfer an seinem Geburtstag zum ersten Mal den Hafen angelaufen ist. Mit dieser Anlegung nahm die Schifffahrt im Balaton seinen Anfang, obwohl der Dampfer beinahe 40 Jahre lang alleine auf dem Wasser fuhr.

In dieser Zeit wurden die Reisen zwischen Kenese und Pest durch Postkutsche abgewickelt. Bei dem Freiheitskampf transportierte der berühmte Dampfer den Nachwuchs der Kämpfe im Südland.

Der Dampfer wird auf zahlreichen Bildern abgebildet, er wird vom Volk geliebt.

Der Badeverein Balatonakarattya hat in den 1930er Jahren die Grundstücksteilung geplant, sein Ausschuss hat die Grundstücke gemessen und verteilt, als Ergebnis der Verhandlungen, die bereits i 1921 begannen. Aus dem 282 Hektar großen Grundstück wurden 683 Grundstücke gemacht, die von der Verwaltung  der Villagrundstücke von Akarattya (Akarattyai Villatelkek Intézősége) von dem Katholischen Fonds  (Magyar Katolikus Tanulmányi Alap) erworben hat. Die Entwürfe haben Lajos Péchy und Károly Lachnitt erarbeitet. Die neue Siedlung hat sich rasch entwickelt: Badestrände, Tennisplätze, Gaststätten, Segelregatta haben die damaligen Urlauber angezogen. Jenő Karafiáth Parlamentsabgeordnete, der erste Villabesitzer war der Ehrenvorstand des Badevereines Balatonakarattya. Die wesentlichste Zielsetzung des Vereines war, den Erholung suchenden Villabesitzern und ihren Gästen anspruchsvolle Möglichkeiten zum Sport, Vergnügen und Bades zu schaffen.

 Die Siedlung bekam im zweiten Weltkrieg mehrere Bombenangriffe. Die „Margit-Linie“ war der Schauplatz zahlreicher Kämpfe. Sie befindet sich in der Nähe der Stadt, ihre Überreste sind heute noch auffindbar.

Die Älteren können sich noch daran erinnern, wie die Anträge bezüglich der Bäume eingereicht werden mussten und wie die Pflanzen danach schön der Reihe nach gepflanzt wurden. Die Kirsch – und Aprikosenbäume die Straßen entlang sind ein Wahrzeichen der Stadt, es wurde sogar von Péter Veres in einem seiner Werke verewigt.

 Auf den alten vergilbten Fotos und Ansichtskarten sieht man die damalige Badekultur, Strandmode, Kabinen, die geliehen werden konnten. Die Schönheit von Akarattya hat viele angezogen, viele aus der Hauptstadthaben hier ein Grundstück gekauft, in den Kriegszeiten und in den 50er Jahren sind viele von ihnen auch hierher gezogen. Der badeverein wurde verordnungsmäßig aufgehoben, der jetziger Rechtsnachfolger folgt jedoch seinem Beispiel und pflegt die Traditionen.

Verwaltungsmäßig knüpften die beiden Siedlungen im Jahre 1969 einen engeren Kontakt, am 01.Juli 2009 wurde sie erneut zur Stadt erhoben. 

Balaton Keleti Kapuja
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