Aktualität den Newsletter erhalten oder Facebook auf!
Jetzt: 27℃
Morgen: 30℃

Naturschönheiten

1. Lehrpfad „Tátorján“

Eines der Symbole unserer Stadt ist der Tátroján-Meerkohl, der dazu beigetragen hat, dass Balatonkenese bei den Wanderern, Festivalbesuchern, Liebhaber der Raritäten landesweit bekannt gemacht hat. Von dem Zentrum führt der Lehrpfad mit der Zeichnung „T“ zum Soós-Berg, dem Lebensraum des Meerkohls. Für die Information wird unterwegs durch Schilder gesorgt.


Der Tátorján-Meerkohl (Crambe tataria) ist eine krautartige, perennierende Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Die Blätter der weitverzweigten, strauchartigen Pflanze sind groß, sie können sogar 60 Zentimeter erreichen. Der Stiel und die Blätter sind in den ersten Jahren behaart, später werden sie glatt.

Die Pflanze blüht mit 4-5 Jahren zum ersten Mal, die wetterbedingte Blütezeit ist zwischen April und Mai. Die Bestäubung der dichten, später lockeren Trauben wird von Insekten vollbracht.

Die Hirten und Ackerbauer verzehrten gern ihre Wurzeln, deren Geschmack dem des Kohls ähnelt. Die Pflanze ist eine typische Feldmannstreu, nachdem die Früchte gereift sind, trennt sich der bereits vertrocknete Stiel vom Stamm, wird vom Wind davongetragen und währenddessen werden die Kerne verstreut.

Die Pflanze stammt ursprünglich aus der südrussischen Steppe, die Gegend des Kaspischen Meeres. Daran könnte auch ihre Benennung liegen: Sie wird auch Tatarenwurzel, Tatarenmöhre, Tatarenbrot genannt. In Ungarn befindet sich die größte Kolonie in Balatonkenese, daher wurde sie in den 60er Jahren geschützt erklärt. Ihr Schutz ist besonders wichtig, da sie sehr selten vorkommt, pflanzengeografisch bedeutend eine stark gefährdete Art ist.

Über ihre Entdeckung hat man die Information, dass Carolus Clusius, der berühmte niederländische Naturforscher, der sich gerade in Wien aufhält, bittet seinen Beschirmer, Boldizsárt Bathyány Ende des 16. Jahrhunderts, um ihm von der „tataria ungarica” einige Exemplare zu schicken. Er erhielt die verlangte Pflanze aus Transdanubien und im Jahre 1601 hat er sie kundgegeben. Er berichtete darüber, dass man „auf den Gebieten, die Dacia grenzen“ in den schlechteren Zeiten die Wurzeln der Pflanze als Brot gegessen, die Pflanze Tataria genannt wird und dass die Leute wahrscheinlich von den Tataren über die Verwendung der Pflanze hörten.

Ein berühmter Wiener Botaniker wandte sich nach zwei Jahrhunderten an den ungarischen Astronomen mit der Bitte, ihm einige Exemplare von der Pflanze zu schicken. Hell hat zwar zwei Exemplare geschickt, doch diese verrotteten unterwegs. Danach gelang es ihm doch, Exemplare der Pflanze zu besorgen, die er an seinen Studenten, den ungarischen Sándor Sebeők gab, um sie zu studieren. Mittlerweile stellte sich heraus, dass die Pflanze der Gattung Crambe angehört. In seiner, im Jahre 1779 veröffentlichte Dissertation von Sebeők trägt die Pflanze bereits den Namen Crambe Tataria. Es kann auch sein, dass Tátorján der uralte ungarische Name war und die Benennung Tatarenbrot darauf zurückzuführen ist und mit den Tataren nichts zu tun hat.

Der Tátorján-Meerkohl starb im 19. Jahrhundert beinahe vollkommen aus, nur einige Pflanzen sind geblieben, deshalb ist sie besonders geschützt. Zur Abnahme trug der Anbau ihres Lebensraumes bei.

Der Lebensraum vom Meerkohl in Balatonkenese gehört der Aufsicht der Nationalpark-Direktion von Balaton-Oberland (Balaton-felvidéki Nemzeti Park igazgatósága). Der Kraftverkehr ist im ganzen Gebiet verboten. Der ideelle Wert eines Tátorján-Meerkohl beläuft sich auf 30.000 HUF, die Beschädiging der Pflanze wird bestraft.

Tartarenlöcher

Eine der wichtigsten Stationen des Lehrpfades „Tátorján“ in Balatonkenese sind die „Tartarenlöcher“, die eigentlich in die Lösswand des Hohen Ufers gegrabene Höhlen sind. Die Einheimischen versteckten sich in diesen Höhlen zuerst vor den Tataren, später vor den Türken.

In der Lösswand befinden sich insgesamt neun Höhlen, die in fünf verschiedenen Ebenen gegraben wurden. In die unteren Höhlen kann man heute noch hochgehen, die oberen sind jedoch nur mit Kletterausrüstung erreichbar. Der Volkskundler János Jankó und der Dichter Lajos Soós haben die oberen Höhlen mit Hilfe von Kletterseil 1894 erschlossen. Es stellte sich dabei heraus, dass auch in diesen Höhlen Menschen gelebt haben und dass die oberen Höhlen wie die unteren, leichter zugänglichen sind.

Hohes Ufer

Das Hohe Ufer besteht im Gegenteil zu seinem, im Volkmunde lebenden Namen überwiegend aus Meeresablagerung, deren regelmäßige, waagerechte Reihen vom flachen Pannonisches-Meer abgelagert sind, die das Karpatenbecken vor etwa 10 Millionen Jahren bedeckt hat. Bloß die oberen 1-2 Meter des Ufers sind aus Löss, der aus den Staub entstanden ist, die von dem trockenen Wird der Eiszeit hierher getragen wurde.

Dem Wellenschlag des Balatons ist die Entstehung der Steilwand zu verdanken, er unterspülte das aus loser Meeresablagerung bestehende Ufer. Der Fuß des Berges besteht aus einem Hügel aus Schutt und Graus. Auf dieser Seite des Ufers, die ständig in Bewegung ist, gibt es eine besondere Fauna und Flora. In der Steilwand ist der Nestplatz eines prächtigen Vogels namens Bienenfresser, sowie die Uferschwalbe, die ein braunes Gefieder hat.

Hier wächst die landesweit seltene Pflanze, der Tátorján-Meerkohl (Crambe tataria), und zwar in Balatonkenese lebt die größte Kolonie davon.

Der Berg, von dem sich ein herrliches Panorama bietet, wurde früher von den Touristen Hohes Ufer genannt. Der höchste Punkt des Berges ist 180 Meter über den Meeresspiegel, 75 Meter über den Wasserspiegel des Balatons.

An der Spitze des Berges steht seit dem Jahr 1927 der Obelisk zur Erinnerung an den Dichter Lajos Soós, der Berg wird seitdem auch Soós-Berg genannt.

Im Laufe der Jahrhunderte kam es zu vielen Veränderungen im Berg. Die heutige Steilwand war früher ein sanfter Hügel und erstreckte sich ganz bis zum Balaton hin. Der See wurde 1861 abgezapft, das Wasser zog sich 200-300 vom Ufer zurück.

Der sanfte Abhang zum Dorf war früher ein gänzlich geschlossener Weinberg, von hier stammt der größte Teil des berühmten Weißweines von Kenese. Die Weintrauben vertrugen die starke Sonne nicht, jetzt sind Ackerfelder an ihrer Stelle.

Auf der Seite zum See gibt es die in die Wand gegrabenen „Tartarenlöcher“, die den Einheimischen zum Schutz vor den Tataren und Türken dienten.

Ausführliche Informationen darüber bieten die vor Ort platzierten Informationsschilder.

In unmittelbarer Nähe vom Obelisk und vom Aussichtsturm entdecken Sie eine einzigartige Pflanzenart. Der Strauch mit den weißen Blüten heißt Tátorján-Meerkohl, sie ist auch der Namengeber des Lehrpfades „Tátorján“.

Die Straße, die vom Berg herunter führt, endet im Friedhof, wo die Nachwelt den einstigen Großen und den hier gefallenen ein würdiges Denkmal gesetzt hat. Sie können im reformierten Friedhof das Denkmal der im zweiten Weltkrieg gefallenen oder den deutschen Soldatenfriedhof besuchen.

Die zu Ehren der Revolution und des Freiheitskampfes vom Jahre 1948-49 gestellten Gedenksäule steht ebenfalls hier. Am Haupteingang des Friedhofs befindet sich eine Informationstafel, da oder im Tourismusbüro können Sie sich ausführlich über die oben genannten Pietätsstellen informieren.

Zurück

Balaton Keleti Kapuja
Tourismusverein
hellobalaton.eu
Für weitere Informationen
warten auf Ihren Anruf
Die Tourist Information
Office!
Phone: Tourinform Balatonkenese
2017 All rights reserved.
welovepixel